Eine Ellenbogenprothese wird dann empfohlen, wenn der Knorpel des Ellenbogens so massiv zerstört ist, dass konservative Maßnahmen nicht mehr helfen und die Lebensqualität aufgrund der Schmerzen und der Bewegungseinschränkungen stark beeinträchtigt ist. Das Ellenbogengelenk kann vollständig oder nur teilweise durch eine Ellenbogengelenkprothese ersetzt werden (Totalendoprothese, Teilendoprothese).
Prognose
Um eine gute Körperverträglichkeit und lange Hartbarkeit der Ellenbogenprothese gewährleisten zu können, bedarf es bester Materialien und eines erfahrenen Chirurgen. Die Auswahl der Prothese hängt vom Alter, dem Gesundheitszustand, der Knochenqualität sowie den körperlichen Aktivitäten des Betroffenen ab. Der künstliche Ellenbogengelenkersatz wird entweder einzementiert oder zementfrei mittels Presssitz eingesetzt.
Mögliche Komplikationen
Die Implantation eines künstlichen Ellenbogengelenks ist aufgrund der Anatomie des Ellenbogengelenks eher schwierig und anspruchsvoll. Wie bei allen Operationen können auch bei diesem Eingriff gewisse Risiken und Komplikationen auftreten. Dazu gehören beispielsweise Thrombosen, Wundheilungsstörungen, Hämatome, starke Schmerzen, Nachblutungen oder Entzündungen.
Nach der Operation
Das Einsetzen einer Ellenbogenprothese dauert etwa ein bis zwei Stunden. Die Mobilisation und Rehabilitation des künstlichen Gelenks beginnt bereits während des einwöchigen stationären Krankenhausaufenthalts. Die Nachbehandlung dauert in der Regel etwa drei Monate. Normale Alltagstätigkeiten können dann wieder mit dem künstlichen Gelenk durchgeführt werden. Von schweren Arbeiten bzw. vom Heben und Tragen schwerer Lasten wird eher abgeraten. Die Lebensdauer einer Ellenbogenprothese beträgt in der Regel etwa 10 bis 15 Jahre.